

- Welcher Kollektrotyp eignet sich für die Schwimmbadwassererwärmung im Freibad?
Antwort: Normalerweise werden unverglaste Absorber aus Kunststoff eingesetzt. In den Fällen wo eine zusätzliche Erwärmung von Duschwasser erfolgen soll, kann auch eine Kombination mit Flachkollektoren sinnvoll sein
- Welche Kollektorfläche ist ausreichend?
Antwort: Die Größe der Kollektrofläche ist in erster Linie anhängig von der gewünschten Wassertemperatur. In den meisten Fällen sind 50% bis 100% der Pool-Oberfläche zur Erhöhung der Schwimmbadwassertemperatur auf den gewünschten Wert ausreichend. - Wieviel konventionelle Energie kann durch eine Solaranlage eingespart werden?
Antwort: Beim Einsatz unverglaster Absorber liegt der spezifische Systemertrag bei 250 bis 350 kWh/m² und Saison. Für Flachkollektoren erhöht sich die Ausbeute auf 350 bis 450 kWh/m² - Wie lang ist die Amortisationszeit?
Antwort: Die Investitionskosten für eine Solaranlage werden durch die Energieeinsparung in relativ kurzer Zeit refinanziert, normalerweise in weniger als fünf Jahren.
- Wie hoch sind die Investitionskosten?
Antwort: Die spezifischen Investitionskosten variieren zwischen 50 und 150 € pro m² (inkl. Montagekosten und MWSt) für unverglaste Absorberanlagen. - Muss der Absorber während der Winterzeit entleert werden?
Antwort: Dies hängt vomAbsorbermaterial ab: Absorber aus EPDM (Ethylen-Propylen-Dien-Monomer) sind frostsicher bis -50°C so dass eine Entleerung nicht notwendig ist. Im Gegensatz dazu müssen Absorber aus PP (Polypropylen) entleert werden, um Frostschäden zu vermeiden. - Gibt es Zuschüsse für die Investition ?
Antwort: Hier sind die relevanten Webseiten zu prüfen, in besonderer Weise die des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle www.bafa.de
- Ist eine spezielle Qualifizierung für die Installation derartiger System notwendig?
Antwort: Die Fähigkeit zur Montage und Wartung von Solaranlagen zur Schwimmbadwassererwärmung liegt normalerweise bei den Installateuren und Firmen vor, die Komponenten aus diesem Bereich herstellen bzw. Systemlösungen anbieten. Es wird an dieser Stelle ausdrücklich empfohlen das nur erfahrene Solarfachbetriebe für die Realisierung gewählt werden.
- Ist solare Schwimmbadwassererwärmung auch eine geeignete Anwendung für den privaten Bereich?
Antwort: Normalerweise werden effizientere Kollektoren wie Flachkollektoren zur Warmwasserbereitung und solaren Heizungsunterstützung eingesetzt. In einigen Fällen können auch Absorber zur Vorerwärmung sinnvoll genuztzt werden, wobei die erzielte Temperatur deutlich unter der mit leistungsfähigeren Kollektoren erreichbaren liegen. - Wie groß ist die Lebensdauer für ein System zur solaren Schwimmbadwassererwärmung?
Antwort: Die Langzeiterfahrungen lassen eine Lebenserwartung von mindestens 15 Jahren erwarten. - Wie hoch sind die Betriebs- und Wartungskosten?
Antwort: Im Mittel jährlich 1% der Investitionskosten - Erhöht der Einbau einer Solarabsorberanlage die mikrobiologische Belastung (Verkeimung)des Beckenwassers? Erhöht sich die Gefahr der Kontamination des Beckenwassers mit Krankheitserregern (E- Coli, Legionellen, Pseudomonaden)?
Antwort: Die Solarabsorberanlage selbst gibt keine Keime an das Beckenwasser ab. Bei abgeschalteter Solarabsorberanlage werden insbesondere in warmen Sommernächten aber auch an Tagen mit schlechter Einstrahlung Stillstandstemperaturen von 20 – 28 °C erreicht. Diese Temperaturen fördern die Vermehrung von Keimen. Damit sich die Keime in der abgeschalteten Solaranlage vermehren können, müssen Sie jedoch bereits nach der Filtration im Beckenwasser vorhanden sein. Da eine gewisse Keimzahl im Badewasser zulässig ist, kann sich die Keimzahl in der Anlage auch durch die Beckenwassererwärmung erhöhen. Krankheitserreger, wie E.-Coli, Legionellen, Pseudomonaden, etc. dürfen jedoch im gesamten Beckenwasserkreislauf nicht nachweisbar sein. Sollte dennoch einmal ein positiver Befund dieser Erreger vorliegen, ist die mangelhafte Funktion der Badewasseraufbereitungsanlage und der -desinfektion die Ursache. Bei funktionierenden Badewasseraufbereitungsanlagen gibt es generell keine hygienischen Probleme im Zusammenhang mit dem Betrieb der Solarabsorberanlage. Dennoch sollte als reine Vorsichtsmaßnahme bei Anlagen, die mehrere Beckenkreisläufe erwärmen, bei Betriebsbeginn nach längeren Stillstandszeiten (mehr als 3 Stunden) eine Einspeisung der Wärme zunächst in den Beckenkreislauf erfolgen, der das größte Wasservolumen hat. Zusätzlich ist anzumerken, dass bei Stillstand der Solarabsorberanlage infolge von Beckenüberwärmung (Hochsommer) auch eine thermische Desinfektion des Anlageninhalts erfolgt, das Stagnationstemperaturen von bis 70°C erreicht werden.

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